Mode-Trend Beat-Musik — die rebellischen 60-er

Ende der 60-er und Anfang der 70-er Jahre wurde der Rock ’n‘ Roll von der sogenannten Beat-Musik abgelöst. Zwar hörten Jugendliche weiter Rock ’n‘ Roll, aber der Beat war mit den Beatles, Manfred Mann, Rolling Stones, The Who oder The Kinks, um nur einige zu nennen, auf dem Vormarsch. In der Modeerscheinung „Beat-Musik“ waren Gitarren, Bass und Schlagzeug vorherrschend. Seinen Anfang hatte der Beat in den kleinen Läden in Liverpool. Von dort aus gingen viele Bands ihren Weg zum Erfolg. Viele Jugendliche wurden von dieser Musik in den Bann gezogen, legendär war bei diesem Trend die Begrüßung der Frauen, wenn sie ihren Idolen ansichtig wurden. Idole werden auch heute noch enthusiastisch begrüßt, aber es werden sich kaum noch die Kleider vom Leibe gerissen und so ohrenbetäubend gekreischt wie damals.

Die verschiedenen Facetten der Beat-Musik

Ein Merkmal der Bands waren die längeren Haare bei Männern, sie lösten die Schmalztolle des Rock ’n‘ Roll ab. Während die Beatles im Jahr 1962 mit „Love me do“ und 1963 mit „ I want to hold your Hand“ softere Töne anschlugen, kamen die Rolling Stones mehr mit einem Böse-Buben-Image daher. Die Stones konzentrierten sich vorrangig auf Bühnenauftritte, die zu der damaligen Zeit ziemlich spektakulär waren. Bei Songs wie “Satisfaction”, „Gimme Shelter“, “Honky Tonk Women” oder “Street Fighting Man” konnte sich Mick Jagger auf der Bühne so richtig austoben. Mit freiem Oberkörper brachte er seine Fans zum Verrücktspielen. Eine weitere Band, die für viel Furore sorgte, waren The Who mit dem legendären Drummer Keith Moon, der mit seinem showmäßigen Stil die Fans zum Jubeln brachte. Er war nicht nur durch seine einzigartige Drummer-Leistung bekannt, sondern auch durch seinen exzentrischen Lebensstil. Drogen- und Alkoholkonsum veranlassten ihn, nach jedem Konzert sein Schlagzeug sowie diverse Hotelzimmer zu zerstören.

Der Hype um die Beat-Musik

Die Beatles begannen ihre Erfolgsserie 1960 auf der Hamburger Reeperbahn. Zwei Jahre später sorgten sie mit „Love me do“ für einen Hype und prägten den Sound einer ganzen Beatgeneration. Die Musik war der Backround für einen symbolischen politischen Umbruch. Die Texte der Bands waren nicht etwa politisch, jedoch wurde das Auftreten der Musiker von manchem Gegner kritisch betrachtet. Vor allem konservative Leute fühlten sich damals herausgefordert. Die provokante Musik und die extrovertierten Bewegungen waren stilgebend für diese Art der Musik. Dazu gehörten bei Männern lange Haare und typische Bekleidung wie Schlaghosen. Letztendlich ist die Musik nie ganz aus der Mode gekommen und wird heutzutage von Jung und Alt gleichermaßen gemocht. Sie ist zwar stilgebend, also eine Mode-Erscheinung für einen bestimmten Zeitraum, aber dennoch zeitlos.

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